Systemisches Mastzellaktivierungssyndrom MCAS

Alles rund um das Thema MCAS

Welche Diagnostik bei MCAS?


Die stationäre Diagnostik zu MCAS, dem Mastzellaktivierungssyndrom, wird nicht mehr von den Krankenkassen getragen. Das heißt im Klartext: Alle Untersuchungen müssen ambulant vorgenommen werden.

Um lange Wartezeiten zu umgehen, kann auch der Hausarzt die Voruntersuchungen für die MCAS Diagnostik verordnen, sodass die Untersuchungen vor Ort des Patienten veranlasst werden. Es gibt zu wenig Ärzte die MCAS diagnostizieren.

Ein Tipp: Suchen Sie sich einen guten Allergologen*in vor Ort, diese kennen sich häufig besser mit Mastzellen und Histamin aus und können u. U. die Basismedikamente verschreiben, wenn ein "Therapieversuch" ansteht. Ein Hämatologe, der Sie bei der Diagnostik unterstützt wäre hilfreich, gut wäre es, wenn beide Ärzte sich austauschen. 

Hier können Sie einen Flyer ausdrucken um diesen Ihrem Hausarzt vorzulegen, damit dieser sich zu MCAS informieren kann. Der Arzt scannt den QR Code auf dem Flyer und gelangt dann auf diese Webseite, wo er u. a. viele Informationen zu Diagnostik - Ärzteliste - Therapie findet. 

Oder aber - Sie laden sich die 1 MCAS App (kostenlos) in Deutsch und Englisch herunter, rechts im gelben Balken oben finden Sie die Links zum Google Play Store und zum Apple Store. Sie können die App auch gerne Ihrem Arzt empfehlen, damit dieser sich über die Diagnostikvorgehensweise informiert. 

Dazu sollte der behandelnde Hausarzt Kontakt zu einem MCAS Behandler (Rubrik: Liste Adresse von Ärzten und Kliniken) zu den Zentren/Arztpraxen/Kliniken aufnehmen um die Vorgehensweise der Diagnostik zu erfragen:


Erst- oder Zweitmeinung Biopsien senden an: 


  • Magen- Darmspiegelung mit Stufen-Biopsien (Biopsien als Zweitmeinung senden an):
  • MCAS Diagnostik: wenn MCAS abgeklärt werden sollte: Institut für Pathologie Bonn-Duisdorf, Gemeinschaftspraxis. Hier klicken um zur Webseite der Pathologie Bonn-Duisdorf zu gelangen.
  • Auf dem Überweisungsschein sollte als Auftrag stehen: V. a. MCAS + Mastozytose. Immunhistochemie und Auszählen der MZ, Antigene CD25/CD2 + CD117 + Tryptase. Ausschluss Mutation KIT D816.


Wenn zusätzlich der Verdacht der Mastozytose abgeklärt werden sollte



Labordiagnostik Vorgang:

  • Tryptase, Serum (gekühlt)
  • Prostaglandin DR, Zufalls- und 24-Stunden-Urin (gekühlt)
  • Chromogranin A, Serum (gekühlt)
  • N-Methylhistamin, Zufalls- und 24-Stunden-Urin (gekühlt)
  • Prostaglandin D, Plasma (gekühlt)
  • Leukotrien E4, Zufalls- und 24-Stunden-Urin (gekühlt)
  • Histamin, Plasma (gekühlt)


  • 24 Stunden Urin um Methylhistamin zu messen (Hausharzt, Allergologe, Hämatologe).
  • Blutentnahme (u. a. Histamin -gesamt- im Heparin-Blut (EIA), Chromogranin A, Tryptase Serum (FEIA), TNF-Alpha im Serum (CLIA), Interleukin i-ß im Serum (CLIA), Interleukin 6 im Serum (CLIA), Interleukin 8 im Serum (CLIA), Interleukin 10 im Serum (CLIA), TGF-beta im Serum (ELISA), Serotonin im Serum (HPLC), ECP im Serum, VEGF im Serum, Leukotriene (B4, C4, D4 und E4) im Urin (auch bei nicht erhöhter Tryptase kann ein MCAS vorliegen) (Hausarzt, Allergologe, Hämatologe). 




[ inflammatio ] - Mastzellaktivierungssyndrom – Differentialdiagnostik zur Histaminintoleranz




Des Weiteren sollte vor der MCAS Diagnostik abgeklärt werden:


5 Atemtests:

Sorbit, Glucose, Laktose, Fructose, Milcheiweiß. (Gastroenterologe oder Allergologe) Orale Nickelallergie und Metalle eventuell beim Allergologen testen lassen.


Die Nebennieren:

Mit einem Cortisol-Tagesprofil-Speicheltest und bei Auffälligkeit mit einem ACTH Test vom Endokrinologen untersuchen zu lassen.


Salicylatintoleranz - Analgetikaintoleranz:

Die Firma "TalkingCells" vertreibt einen Test. (Bei der Krankenkasse anfragen ob dieser übernommen wird.)


Morbus Fabry (Bei Frauen die Genuntersuchung, bei Männern ist eine Blutuntersuchung ausreichend)


ME/CFS: Myalgische Enzephalomyelitis/das Chronic Fatigue Syndrom